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Fläming

Motorradtouren im Fläming

Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.

Touren aus dem M&R-Tourenportal

Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Rund um Berlin - Traumtour durch Brandenburgs Süden

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Durch den Fläming südwestlich Berlins

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Eine Motorradtour durch den Fläming, vorbei an der historischen Kulturlandschaft & kulturhistorisch bedeutsamen Städte wie Wittenberg und Dessau-Roßlau.

Alle 3 Fläming-Touren mit Karte und GPX-Track im Tourenportal von Motorrad & Reisen.Motorradtouren im Fläming mit GPX-Tracks

Der Fläming-Skate: glatter Asphalt, für Motorräder tabu

Quer durch den Niederen Fläming zieht sich der Fläming-Skate, das größte zusammenhängende Skate- und Radbahnnetz seiner Art in Deutschland. Auf eigener, glatt asphaltierter Trasse verbindet es Orte wie Jüterbog, Luckenwalde, Dahme/Mark und Zossen, weitgehend abseits der Straßen. So einladend der makellose Belag aus dem Sattel wirkt: Der Fläming-Skate ist ein reiner Rad- und Skateweg und für Kraftfahrzeuge — also auch für Motorräder — gesperrt. Er gehört nicht zur Route, sondern bleibt bewusst außen vor.

Zwei Motorräder auf einer Allee unter blühenden Kastanien
Unter blühenden Kastanien am Bauernsee bei Dobbrikow

Für die Tourenplanung folgt daraus zweierlei:

  • Nicht auffahren. Die Bahn begleitet und quert an vielen Stellen die Landstraße. Eine frisch geteerte Piste ohne Mittellinie sieht schnell wie eine Abkürzung aus — sie ist keine, sondern verboten und für die Skater gefährlich.
  • An den Übergängen rechnen. Wo Skate-Bahn und Straße sich treffen, tauchen an sonnigen Wochenenden dicht gedrängt Inline-Skater, Rennradfahrer und Familien mit Kindern auf — oft mit Tempo und schlechter Sicht auf den Querverkehr. Vor solchen Kreuzungen gehört das Gas heraus und der Blick auf die Trasse.

Lausitzring: Motorsport-Ziel im Nachbarraum

Wer den Fläming mit einem Motorsport-Ausflug verbinden möchte, wird südöstlich fündig — allerdings jenseits des Höhenzugs. Der Lausitzring (EuroSpeedway Lausitz) bei Klettwitz liegt nicht mehr im Fläming, sondern in der Niederlausitz Richtung Cottbus und Senftenberg. Als Tagesziel oder zweiter Standtag ist die permanente Rennstrecke von einer Fläming-Basis aus gut erreichbar.

Die Anlage wird für Renn-, Test- und Trainingsbetrieb genutzt und dient heute zusätzlich als Technik- und Prüfgelände. Für Motorradfahrer ist sie vor allem als Ausflugs- und Eventziel interessant; konkrete Termine, Renntage und Trainingsangebote wechseln und sind vor der Anreise beim Betreiber zu prüfen. Auch der Weg dorthin ist ein Kontrast zum Revier: flache Bergbaufolgelandschaft und die neuen Lausitzer Seen statt der Wälder und Kuppen des Fläming.

Stille Nebenstrecken und die Burgenkette als Wegmarken

Die eigentliche Stärke des Fläming liegt nicht auf den Bundesstraßen, sondern im dichten Netz der kfz-armen Verbindungen zwischen den Dörfern. Wer die B-Straßen bewusst meidet und über die kleinen Ortsverbindungen fährt, hat auf langen Abschnitten kaum Gegenverkehr — dafür schmale Fahrbahnen, wechselnden Belag und die für die Mark typischen Alleen, die eng an den Rand gepflanzt sind.

Als Orientierung auf diesen unscheinbaren Sträßchen taugt die Burgenkette des Höhenzugs. Die Burg Eisenhardt über Bad Belzig, die Höhenburg Rabenstein bei Raben, das Schloss Wiesenburg mit seinem Park und die Burg Ziesar am Nordwestrand stehen weithin sichtbar auf Kuppen und Talrändern. Sie lassen sich als Wegpunkte aneinanderreihen: Eine Runde, die diese vier Punkte verbindet, läuft fast zwangsläufig über die reizvollen Nebenstrecken und spart die schnellen Durchgangsachsen aus.

Ein Teil dieser alten Verbindungen sind historische Kunststraßen — im 19. Jahrhundert aus behauenem Feldstein gepflasterte Chausseen, von denen Abschnitte bis heute erhalten sind. Sie fahren sich langsam und rau. Für die Pflaster- und Allee-Etappen sollte man deshalb bei der Planung mehr Zeit einrechnen, als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.

Fünf fertige Tagesrunden für eine Woche im Fläming

Die folgenden fünf Rundkurse erschließen den Fläming von Nord nach Süd. Die Kilometer- und Zeitangaben sind Richtwerte für eine entspannte Fahrweise mit Stopps; jede Runde lässt sich kürzen oder verlängern. Alle Strecken nutzen ruhige Land- und Nebenstraßen, auf denen Alleen, Pflasterabschnitte und Wildwechsel die übliche Vorsicht verlangen.
Runde 1: Hoher Fläming klassisch – Bad Belzig, Raben, Wiesenburg:

Rund 70 bis 90 km, etwa einen halben Tag. Von Bad Belzig mit der Burg Eisenhardt geht es zunächst südwärts über Lübnitz und Rädigke Richtung Raben, dort hinauf zur Burg Rabenstein mit der Fläming-Falknerei und dem Naturparkzentrum. Weiter führt die Strecke durch den Naturpark über Klein Briesen nach Wiesenburg mit Schloss und Park, dann nordwärts über Görzke als kurzem Töpfer-Abstecher und schließlich über Niemegk zurück nach Bad Belzig. Highlight: das Burgendreieck Eisenhardt–Rabenstein–Wiesenburg auf einer einzigen Runde, dazu der Töpferort Görzke. Einkehr: Gasthäuser in Bad Belzig und an der Burg Rabenstein, Café am Markt in Niemegk. Die ideale Einstiegsrunde, die alle großen Namen des Hohen Fläming verbindet und sich eng an die ausgeschilderte Burgenlinie hält.

Runde 2: Kunstwanderweg-Runde – Bad Belzig und Wiesenburg:

Rund 60 bis 80 km, ein halber Tag plus Gehzeit. Diese Runde verbindet die beiden Bahnhofsorte des Internationalen Kunstwanderwegs, Bad Belzig und Wiesenburg, über die Landstraßen des Naturparks. Von Bad Belzig führt der Weg über Borne mit seiner frühen Feldsteinkirche und Reetz nach Wiesenburg, von dort über Reppinichen und die schattigen Waldstücke wieder zurück. Wer mag, parkt an einem der Bahnhöfe und erwandert einen Abschnitt der rund 28 Kunstobjekte zu Fuß. Highlight: die Kombination aus Fahren, Feldsteinkirchen und Kunst in der Landschaft. Einkehr: Café am Bahnhof Wiesenburg, Gastronomie in Bad Belzig. Eine Runde für alle, die zwischendurch gern den Helm abnehmen, abgerundet durch einen Therme-Besuch in Bad Belzig.

Runde 3: Niederer Fläming – Jüterbog und Kloster Zinna:

Rund 80 bis 100 km, ein guter halber bis ganzer Tag. Vom nördlichen Fläming nach Süden über Treuenbrietzen, die Sabinchenstadt mit ihrer alten Stadtmauer, weiter zur Tuchmacherstadt Jüterbog mit Stadtmauer und den Stadttoren Dammtor, Zinnaer Tor und Neumarkttor. Von dort der kurze Abstecher zum Kloster Zinna mit Museum, Tetzelkasten-Geschichte und Schaubrennerei. Auf dem Rückweg führen ruhige Straßen durch den weiten Niederen Fläming über Niedergörsdorf zurück. Highlight: mittelalterliche Stadtmauer, Klostergeschichte und Reformationsspuren an einem Tag. Einkehr: Gasthäuser in Treuenbrietzen und Jüterbog, Klostergastronomie in Zinna.

Runde 4: Südschleife mit Wittenberg-Anbindung:

Rund 110 bis 140 km, ein ganzer Tag. Diese längere Runde verlässt den Fläming nach Süden Richtung Lutherstadt Wittenberg, dem Ausgangspunkt der Reformation, und kehrt über die Hügel des Hohen Fläming zurück. Von Bad Belzig geht es über Wiesenburg und die Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt Richtung Coswig und weiter nach Wittenberg, dann über Jüterbog und Treuenbrietzen zurück in den Hohen Fläming. Die Strecke verbindet die Reformationsgeschichte von Tetzels Jüterbog mit Luthers Wittenberg. Highlight: Welterbe-Stadt Wittenberg als südlicher Wendepunkt. Einkehr: reichlich Gastronomie in der Wittenberger Altstadt. Ein ganzer Tag, der Geschichte und Fahrgenuss verbindet.

Runde 5: Dahme und der weite Niedere Fläming:

Rund 90 bis 110 km, ein halber bis ganzer Tag. Die östliche Runde führt von Luckenwalde oder Jüterbog durch den offenen Niederen Fläming über die gleichnamige Gemeinde und Dahme/Mark, durch lange Alleen, an Feldsteinkirchen vorbei und über Nebenstraßen mit wenig Verkehr. Streckenweise verläuft die Route parallel zur Flämingskate, was die flache, gleichmäßige Eigenart dieses Landstrichs zeigt. Hier zeigt sich der Fläming von seiner ruhigsten, weitesten Seite. Highlight: einsame Alleen und Dörfer abseits der Hauptachsen. Einkehr: Gasthäuser in Dahme und den größeren Orten entlang der Strecke. Die richtige Runde für einen Tag, an dem es ums Fahren und nicht ums Abhaken von Zielen geht.

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